Das Neue Testament: alle 27 Bücher

Das Neue Testament ist der zweite Teil der christlichen Bibel und umfasst 27 Schriften in griechischer Sprache: vier Evangelien, die Apostelgeschichte, 21 Briefe und die Offenbarung des Johannes. Genau diese 27 Schriften nennt als erster Bischof Athanasius von Alexandria in seinem 39. Osterfestbrief aus dem Jahr 367 als kanonisch.

Ein Feldweg führt durch ein Tal mit Olivenbäumen und niedrigen Steinmauern auf einen fernen See zu, Sonnenaufgang
Bild: KI-generiert

Das Neue Testament ist der zweite Teil der christlichen Bibel. Es ist eine Sammlung von 27 Schriften aus der Frühzeit des Christentums, geschrieben auf Griechisch [1]. Hier findest du alle 27 Bücher in der Lutherbibel von 1912, deren Wortlaut gemeinfrei ist [2]. Zu jedem Buch gibt es eine Einführung mit Inhalt, Aufbau und Entstehung. Von dort kommst du zu den einzelnen Kapiteln, zusammen sind es 260.

Evangelien, Apostelgeschichte, Briefe, Offenbarung

Die 27 Bücher bilden vier Gruppen [1]:

GruppeBücherAnzahl
EvangelienMatthäus, Markus, Lukas, Johannes4
Geschichte der ersten GemeindenApostelgeschichte1
BriefeRömer bis Judas21
Prophetisches BuchOffenbarung des Johannes1

Die vier Evangelien erzählen vom Leben, Sterben und der Auferstehung Jesu. Matthäus, Markus und Lukas heißen die synoptischen Evangelien oder Synoptiker [1]. Wer mit dem Anfang beginnen will, liest das Evangelium nach Matthäus. Die Apostelgeschichte erzählt von der ersten Gemeinde in Jerusalem und den Reisen des Paulus [2].

Unter den 21 Briefen tragen 13 den Namen des Paulus, vom Brief an die Römer bis zum Brief an Philemon. Mindestens sieben davon gelten in der Forschung als sicher von Paulus selbst: Römer, 1. und 2. Korinther, Galater, Philipper, 1. Thessalonicher und Philemon. Diese Briefe sind die frühesten Schriften des Neuen Testaments, die Evangelien entstanden später [1]. Zu den ältesten gehört der 1. Brief an die Thessalonicher. Es folgen der Hebräerbrief, der keinen Verfasser nennt, und die sieben katholischen Briefe von Jakobus, Petrus, Johannes und Judas [1]. Am Schluss steht die Offenbarung des Johannes.

Woher der Name kommt

Der griechische Name lautet kainē diathēkē, lateinisch Novum Testamentum. Das Wort Testament übersetzt das hebräische berît und das griechische diathēkē, die beide "Bund" bedeuten. Deshalb spricht man auch von den Schriften des Neuen Bundes [1]. Bei Paulus steht der Ausdruck schon in den Worten über den Kelch beim Abendmahl, bei Luther 1912: "Dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut" (1. Korinther 11,25) [2]. Den ersten Teil der Bibel stellt die Seite Das Alte Testament vor.

Wie die 27 Bücher zusammenkamen

Die Schriften entstanden einzeln und wurden erst nach und nach als gemeinsame Sammlung anerkannt. Als erster nennt Bischof Athanasius von Alexandria genau diese 27 Bücher als kanonisch, und zwar in seinem 39. Osterfestbrief aus dem Jahr 367 [4]. Die förmliche Festlegung des Kanons geschah im 4. Jahrhundert [1]. Warum katholische, evangelische und orthodoxe Bibeln verschieden viele Bücher zählen, erklärt die Seite Welche Bücher zur Bibel gehören.

Mehrere verschnürte Papyrusrollen in einer hölzernen Nische eines alten Steinraums im warmen Licht einer Lampe
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Martin Luther übersetzte das Neue Testament auf der Wartburg. Im September 1522 erschien es gedruckt, das sogenannte Septembertestament. Darin stellte Luther den Hebräerbrief, den Jakobusbrief, den Judasbrief und die Offenbarung ohne Nummer ans Ende, was eine Abwertung gegenüber den übrigen Schriften war [3]. Auf dieser Website stehen die Bücher in der Reihenfolge, die auch die Tabelle oben zeigt, mit dem Hebräerbrief direkt nach dem Philemonbrief. Wie sich der Glaube der ersten Christen im Römischen Reich ausbreitete, beschreibt geschichte.domain-root.de auf der Seite Die Ausbreitung des Christentums.

  1. Neues Testament. Wikipedia. Stand 14.07.2026. abgerufen am 29.10.2026
  2. Organisation Lutherbibel 1912 (deu1912). eBible.org. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  3. Septembertestament. Wikipedia. Stand 27.07.2026. abgerufen am 29.10.2026
  4. Athanasius von Alexandrien. Wikipedia. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026

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